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Zeitungsartikel "Tag der strahlenden Gesichter"

Ein Artikel aus der Appenzellerzeitung zur diesjährigen Maturafeier vom Freitag, 24. Juni in der Kirche Trogen.

106 junge Erwachsene erhielten am Mittwochabend ihr verdientes Maturazeugnis. Erwartungsvoll wurden nach der Übergabe die Noten betrachtet. Der Schulrektor zeigte sich stolz und lobte die guten Ergebnisse in diesem Jahr.

Ein Beitrag von RONJA ZELLER

TROGEN. Mit Applaus begrüssten Eltern, Geschwister und Freunde die frischgebackenen Maturandinnen und Maturanden in der Kirche in Trogen. Am Mittwoch- abend wurden die Maturazeugnisse an die abtretenden Schüler übergeben. 106 junge Erwachsene erreichten nach vier oder fünf Jahren Schule, die mit viel Arbeit verbunden war, ihr Ziel. Michael Zurwerrra, der Rektor der Kantonsschule Trogen, wendet sich mit folgenden Worten an die Maturi: «Heute und nur heute ist es euch erlaubt und vergönnt, zu glauben, dass ihr nun alles wisst und gebildet seid.» Damit will er den Schülern mit auf den Weg geben, dass sie etwas erreicht haben, jedoch noch grosse Herausforderungen in ihrem Leben auf sie warten. Zurwerra betont weiter: «Wenn immer eure persönlichen Daten gefragt sind, wird der 22. Juni 2016 aufgelistet sein, weil ihr heute mit dem Empfang der gymnasialen Matura das Fundament eurer beruflichen Karriere gelegt habt.» Der Ausserrhoder Bildungsdirektor Alfred Stricker verglicht den Standpunkt der Maturanden mit einer Weggabelung auf einer Landkarte. Einige wüssten schon, wo der Weg hinführe, und andere befänden sich noch in einem Kreisel. Stricker ergänzte, dass die Maturanden heute allen Grund hatten, sich feiern zu lassen.

Vier Auszeichnungen
Jeder Schüler der fünf Klassen wurde einzeln aufgerufen, damit er von Alfred Stricker das Zeugnis entgegennehmen konnte. Der Gesamtdurchschnitt der Noten in der Sprachschiene beträgt 4,86 und ist somit um 0,05 höher als im vergangenen Jahr. Der Durchschnitt der Matheschiene liegt bei 4,87 und ist um 0,09 höher als im Jahre 2015. Das Gymnasium Trogen ist zufrieden mit den Ergebnissen beider Schienen. Die beste Durchschnittsnote in der Sprachschiene erzielte Estelle Dessibourg aus St. Gallen mit 5,77. Zu ihr gesellte sich Carolin Kirsch aus Teufen, welche den besten Durchschnitt mit 5,69 in der Matheschiene erreichte. Die beiden Frauen erhielten je einen Preis der Postfinance im Betrag von 500 Franken. Neben den beiden besten Maturitätsergebnissen wird auch jedes Jahr der Locher- Preis vergeben. Für diese Auszeichnung wurden in den zwei Kategorien je sechs Texte eingereicht.

Das Rennen hat am Ende Salome Walz aus Gais in der einen Kategorie gemacht und Vincent Hauser aus Teufen in der anderen. Beide thematisierten in ihren Texten die Flüchtlingsfrage.

«Auf uns»
Während des Anlasses wurde die Stimmung immer wieder durch Musik verschiedener Schülerinnen und Schüler aufgelockert. Zudem nahmen die Teufner Flurin Harzenmoser und Leandro Neff mit ihrer Rede ihren Rektor einige Male auf den Arm. Das diesjährige Maturamotto hiess «Die Götter verlassen den Olymp». Während der ganzen Feier wurde das Lied «Auf uns» von Andrea Bourani immer wieder zitiert. Michael Zurwerra begann damit seine Rede, und als Abschluss sangen es alle Maturandinnen und Maturanden zusammen mit dem Publikum.

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