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Zeitungsartikel: Kugeln und Trainer wechseln

Titelverteidigung Miryam Mazenauer aus Bühler gehört an den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften zu den Favoritinnen. Die U18-Leichtathletin konzentriert sich aktuell auf eine einzige Disziplin.

Lukas Pfiffner
luka s.pfiffner®appenzellerzeitung.ch

Die Faszination des Kugelstossens? Die Trogner Kantonsschülerin (dritte Klasse, Sprachschiene) formuliert druckreif: «Die Kombination aus Technik und Kraft.» «Erst der letzte Stoss entscheidet den Wettkampf.» «Es ·lassen sich von einem kleinen Beschleunigungsplatz aus beachtliche Weiten erzielen.» An den Schweizer Nach-wuchs-Hallenmeisterschaften vom Wochenende in St. Gallen gehört Miryam Mazenauer in der Kategorie U18 zum Favoriten-kreis. Da sind die Resultate vom Vorjahr; in der Halle und im Freien gewann sie in ihrer Kategorie Gold. Da sind die Ergebnisse der vergangenen Wochen; sie stellte mit der 3-kg-Kugel eine nationale Bestweite auf (14,64m) und zeigte sich auch mit der 4-kg-Kugel formstark Die 17-Jährige begann schon vor zwei Jahren, die schwere Kugel zu stossen, auch im Hinblick auf die nächsthöheren Kategorien. «Vor Weihnachten benützte ich lange fast nur die 4-kg-Kugel, derzeit übe ich stets zuerst mit der schweren und dann mit der leichten Kugel» Das falle einfacher als umgekehrt. «Die Trainer formulieren anders» Montags trainiert sie in einer gemischten Gruppe des LC Brühl und des LAZ-Verbandskaders im Athletikzentrum in St. Gallen. Sie besucht Vereinstrainings des TV Teufen und absolviert Einheiten als Angehörige der Sportschule Appenzellerland. Zudem trifft sie sich regelmässig mit einem Wurf-trainer aus Altstätten. Auf acht bis neun Trainings pro Woche kommt sie. Mazenauer ist fleissige ÖV-Benutzerin und «natürlich auch froh um Fahrdienste meiner Eltern». Dass sie von mehreren Personen beraten und trainiert wird, erlebt die Athletin aus Bühler nicht als störenden Faktor, sondern als Bereicherung. «Die Trainer formulieren anders, geben unterschiedliche Inputs.» Muss die 17-Jährige gebremst oder «gepusht» werden? «Es kann beides vorkommen, je nach Situation und Zeitpunkt.» Der Leiter der Sportschule, Rene Wyler, koordiniert die Trainings-und Wettkampfplanung. Bald die EM –Teilnahme im Kopf Miryam Mazenauer hat 2010 mit der Leichtathletik begonnen und die Aktivitäten mit dem Beitritt zur Sportschule vor viereinhalb Jahren intensiviert. Sie wurde als Mehrkämpferin gross, hat in verschiedenen Disziplinen Erfolge aufzuweisen. Dass sie sich aktuell auf die Kugel konzentriert, hängt mit Rückenbeschwerden zusammen. «Wenn ich weniger Disziplinen betreibe, treten sie weniger auf.» Zudem möchte sich Mazenauer im Frühling für die U20-Europameisterschaften im italienischen Grosseto qualifizieren. Im Hinblick auf das Erreichen der Limite müsse sie schon noch an der Technik feilen. Noch ist der Fokus aber auf das nationale Abschneiden gerichtet. Eine Woche nach dem Nachwuchs halten in Magglingen die Aktiven ihre Hallenmeisterschaften ab. 2016 erreichte die Athletin mit TV Teufen Platz vier.' «Eine Medaille wäre schön. Aber die Konkurrenz wird wohl grösser sein, je nachdem, in welchen Disziplinen die besten Mehrkämpferinnen antreten.»

Ein Dutzend aus Teufen und Herisau Die Wettkämpfe beginnen am Samstagmittag und gehen" am Sonntag gegen 16.15 Uhr zu Ende. Für die Organisation im Athletik-zentrum St. Gallen zeichnet der LC Brühl verantwortlich. Gut ein Dutzend Athletinnen und Athleten aus dem Appenzellerland sind für die nationalen Nachwuchsmeisterschaften (U16/U18/U20) gemeldet. Nebst Miryam Mazenauer dürfte unter ihnen Simon Ehammer (TV Herisau) aufgrund der aktuellen Resultate zu den aussichtsreichsten Medaillenanwärtern zu zählen sein. (pf) Hinweis Informationen unter: www.spitzen.sg 

Fotos: Lukas Pfiffner

 

 

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