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Nagasaki in Trogen

Die "Nagasaki Peace Messengers" wollen alle Atomwaffen der Welt abschaffen. Warum sie für dieses grundvernünftige Anliegen ausgerechnet In Trogen und Heiden Station machten?

Die Anfrage erreichte vor die Kantonsschule Trogen vor den Sommerferien via Othmar und Jessica Kehl aus Heiden, welche bei der Schenkung der "Nagasaki Peace Bell" an das Dunant Museum in Heiden eine wichtige Rolle gespielt hatten. 22 japanische Schülerinnen und ihre 11 erwachsenen Begleitpersonen würden Mitte August durch die Schweiz reisen, um Unterschriften für eine Petition an UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon zur Abschaffung aller Atomwaffen zu sammeln. Ob die Kanti Trogen die Gruppe empfangen würde?

Die Schulleitung gab ihre Zustimmung und so kam es am Mittwoch, 17. August zu einer spannenden Begegnung zwischen der japanischen Delegation und Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule sowie einigen Lehrkräften. Es gab bewegende und erschütternden Momente, zum Beispiel, als eine ältere Frau in der Aula ans Mikrofon ging und der japanische Übersetzer ihre ersten Worte auf Englisch übertrug: "I was one year old when the atomic bomb fell on my city Nagasaki." Oder als ein Schüler erklärte, er sei aus Fukushima und erzähle uns vom Erdbeben, das 2011 zur Reaktorkatastrophe führte. Es gab aber auch lustige und fröhliche Momente, etwa als die japanischen Gäste den Schweizerinnen und Schweizer zeigten, wie man Papierkraniche faltet, und als sich beim Essen die Sprachen, Kulturen, Generationen und Nationalitäten mischten. 

Am Donnerstag, 18. August besuchte die japanische Delegation dann Heiden, wo sie das Dunant-Museum besuchten und die "Nagasaki Peace Bell" läuten durfte, beim Mittagessen in der "Linde" wieder mit den Trogener Schülerinnen und Schülern zusammentraf und sich dann beim Dunant-Denkmal von der Schweiz verabschieden musste. Insgesamt eine ergreifende Begegnung zu einem der drängendsten Menschheitsthemen, die ihre Spuren hinterlassen wird.

Autor: Hans Fässler

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